Block F · Devisen (FX)
‹ Finanzmarkt-Handbuch von NadirAlpha: Übersicht
Unabhängige Arbeitsunterlage von NadirAlpha. Genannte Produkt- und Funktionsnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Keine Anlageberatung.
Der FX-Markt ist der liquideste Markt der Welt; für Anleger ist er selten Renditequelle, aber fast immer Risikofaktor; jede Auslandsanlage enthält eine Währungsposition, ob gewollt oder nicht.
72 · Spot-Markt & Quotierungskonventionen
Kassageschäft mit Valuta T+2; Quotierung als Paar Basis-/Kurswährung (EURUSD 1,10 = 1 EUR kostet 1,10 USD).
Grundlage aller FX-Geschäfte; Umrechnung, Bewertung.
Enorme Liquidität, enge Spreads in Majors.
Quotierungsrichtung verwechseln; Exoten mit weiten Spreads.
Stärke/Schwäche falsch zuordnen; steigt EURUSD, fällt der Dollar (nicht der Euro).
73 · FX-Forwards & Terminpunkte
Termingeschäft; Forward-Kurs = Spot + Terminpunkte, die sich aus der Zinsdifferenz beider Währungen ergeben (gedeckte Zinsparität).
Standardinstrument der Währungsabsicherung.
Exakte Absicherung von Betrag/Termin.
Absicherungs-"Kosten" bei negativem Zinsgefälle; Rollrisiko bei Prolongation.
USD-Hedge für EUR-Anleger als gratis annehmen; die Zinsdifferenz bestimmt die Kosten, nicht der Anbieter.
77 · Währungsabsicherung im Portfolio ( · 74 · FX-Swaps
74 · FX-Swaps
Gleichzeitiger Kauf/Verkauf per Kasse und Rücktausch per Termin; ökonomisch besicherter Geldmarktkredit in zwei Währungen.
Absicherungen rollen; kurzfristige Liquidität in Fremdwährung.
Tiefster, liquidester Teil des FX-Markts.
Basisaufschläge in Stressphasen (Jahresende!); operative Rollprozesse.
Rolltermine unkoordiniert legen und Basis-Spitzen (Quartals-/Jahresultimo) erwischen.
75 · NDFs
Barausgleich-Forwards für nicht frei konvertierbare Währungen (INR, KRW, BRL ...); kein Kapitalfluss in Lokalwährung.
EM-Währungsrisiken absichern/handeln trotz Kapitalverkehrskontrollen.
Zugang ohne Onshore-Setup.
Fixing-Risiko; Abweichung Onshore-/Offshore-Kurs; Liquidität ereignisabhängig.
NDF-Kurse mit Onshore-Kursen gleichsetzen.
76 · FX-Optionen
Recht auf Tausch zu festem Kurs; Markt quotiert in impliziter Volatilität, Strukturen über Risk Reversals/Butterflies.
Absicherung mit Partizipation (Put statt Forward); Zielkurs-Strategien.
Asymmetrie; nur Prämie im Risiko.
Prämienkosten; Vol-Niveau-Timing; Komplexität bei Barrieren.
Option pauschal als teurer als Forward einstufen; verglichen werden müssen Szenarien, nicht Prämien.
77 · Währungsabsicherung im Portfolio (Hedging-Quote)
Entscheidung, welcher Anteil des Fremdwährungs-Exposures gesichert wird (0-100 %); getrennt je Assetklasse sinnvoll.
Risikosteuerung; FX-Schwankung dominiert kurzfristig oft den Ertrag von Auslandsanleihen; bei Aktien langfristig geringerer Effekt.
Volatilitätsreduktion (v.a. Renten).
Kosten bei Zinsdifferenz; Verzicht auf Währungsgewinne; operative Rollen.
Eine Hedging-Quote für alles; Anleihen (hoch sichern) und Aktien (flexibler) getrennt entscheiden.
157 · Währungsrisiko im Portfolio · 73 · FX-Forwards & Terminpunkte
78 · Carry Trades
Kredit in Niedrigzinswährung, Anlage in Hochzinswährung; Ertrag = Zinsdifferenz minus Währungsverlust.
Systematische Renditequelle in ruhigen Märkten; als Beimischung in Währungsstrategien.
Dokumentierte Carry-Prämie über lange Phasen.
"Treppe hoch, Fahrstuhl runter"; abrupte Verluste in Risk-off-Phasen; Crowding.
Carry-Erträge als stetig einplanen; die Verluste kommen selten, aber heftig.
73 · FX-Forwards & Terminpunkte · 90 · Leitzinsen & Zinsentscheide