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Block G · Makro & Konjunktur

‹ Finanzmarkt-Handbuch von NadirAlpha: Übersicht

Unabhängige Arbeitsunterlage von NadirAlpha. Genannte Produkt- und Funktionsnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Keine Anlageberatung.

Makrodaten bewegen Märkte über zwei Kanäle; Erwartungen an Zinsen und an Gewinne; entscheidend ist selten der Wert selbst, sondern die Abweichung vom Konsens.

79 · BIP & Wachstum

Gesamtwert der produzierten Güter/Dienstleistungen; Quartalsdaten, mehrfach revidiert.

Standortbestimmung im Zyklus; Gewinnwachstums-Rahmen.

Märkte laufen dem BIP voraus; die Zahl bestätigt meist nur.

Auf revidierbare Erstschätzungen zu viel geben.

80 · Inflation (CPI, HVPI, PCE, Kerninflation)

Preissteigerungsrate eines Warenkorbs; Kernrate ohne Energie/Nahrung; Fed steuert auf PCE, EZB auf HVPI.

Wichtigster Einzeltreiber der Zinserwartungen.

Überraschungen bewegen Renten und Aktien stark; Basiseffekte verzerren Jahresraten.

Schlagzeilenrate statt Kernrate und Monatsdynamik (annualisierte 3M-Rate) lesen.

22 · Inflationsindexierte Anleihen (Lin · 90 · Leitzinsen & Zinsentscheide

81 · Arbeitsmarkt (NFP, Arbeitslosenquote, Löhne)

US-Nonfarm Payrolls monatlich als globale Leitzahl; Lohnwachstum als Inflationsfrühindikator.

Konjunktur- und Zinssignal zugleich.

Hohe Marktreaktion; Revisionsanfällig.

"good news is bad news"-Phasen übersehen; starker Arbeitsmarkt kann Zinsängste schüren.

82 · Einkaufsmanagerindizes (PMI/ISM)

Umfragebasierte Frühindikatoren; >50 Expansion, <50 Kontraktion.

Frühestes breites Konjunktursignal (monatlich, kaum revidiert).

Gute Vorlaufeigenschaften; Stimmungs- nicht Faktendaten.

Niveau statt Richtung/Dynamik interpretieren.

83 · ifo & ZEW

Deutsche Stimmungsindikatoren; ifo (Unternehmen, breit), ZEW (Finanzanalysten, früher aber volatiler).

Konjunkturbild Deutschland/Euroraum.

Ifo-Erwartungskomponente mit gutem Vorlauf; ZEW schwankungsanfällig.

Einzelne Monatswerte überinterpretieren; Trends aus 3+ Monaten lesen.

84 · Konsumklima & Einzelhandel

Verbraucherstimmung (GfK, Michigan) und reale Einzelhandelsumsätze.

Konsum ist der größte BIP-Block; Nachfragesignal.

Stimmung und tatsächliches Kaufverhalten klaffen oft auseinander.

Stimmungsindizes mit Umsatzdaten gleichsetzen.

85 · Industrieproduktion & Auftragseingang

Harte Produktionsdaten und deren Frühindikator Auftragseingang.

Industriezyklus, v.a. für exportlastige Märkte (DAX).

Auftragsdaten volatil (Großaufträge).

Großauftrags-Ausreißer als Trendwende feiern.

86 · Immobilienmarkt-Indikatoren

Baugenehmigungen, Housing Starts, Preisindizes (Case-Shiller), Hypothekenzinsen.

Zinssensitivster Sektor; Frühindikator der Geldpolitikwirkung.

Lange Wirkungsketten; regional heterogen.

Preisindizes als Echtzeitdaten lesen; sie laufen Monate nach.

87 · Handels- & Leistungsbilanz

Waren-/Dienstleistungssalden eines Landes; Leistungsbilanz inkl. Einkommensströme.

Strukturelle Währungseinordnung; Verwundbarkeit von EM-Ländern (Defizite).

Langfristig relevant, kurzfristig kaum marktbewegend.

Defizit automatisch als Schwäche werten; Struktur zählt (USA vs. fragile EMs).

88 · Staatsverschuldung & Defizite

Schuldenstand und Neuverschuldung relativ zum BIP.

Bonitätseinordnung von Staaten; Angebotsdruck am Anleihemarkt (Emissionsvolumen).

Tragfähigkeit hängt an Zins-Wachstums-Differenz, nicht an einer festen Quote.

Eine Schuldenquote (z.B. 100 %) als universelle Gefahrenschwelle ansehen; Japan vs. Argentinien.

89 · Geldmenge & Kreditvergabe

M1-M3 und Bankkreditwachstum als monetäre Indikatoren.

Frühindikator für Nachfrage und mittelfristig Inflation; EZB Bank Lending Survey als Ergänzung.

Zusammenhang zur Inflation instabil geworden.

Mechanische Geldmengen-Inflations-Gleichung.

90 · Leitzinsen & Zinsentscheide

Notenbank-Steuerungssätze (Fed Funds, EZB-Einlagesatz) und die Entscheidungstermine.

Anker aller Bewertungen; Terminkalender für Volatilität.

Entscheidend ist die Überraschung zur Markterwartung, nicht der Schritt selbst.

Eigenen Zinsausblick mit dem bereits eingepreisten Pfad verwechseln; erst WIRP prüfen.

91 · Zinsstrukturkurve (normal/flach/in · 92 · Zentralbankpolitik (QE/QT, Forward · 93 · Fed / EZB / BoJ / BoE im Vergleich

91 · Zinsstrukturkurve (normal/flach/invers)

Renditen nach Laufzeit; normal steigend, invers = kurz über lang.

Konjunktursignal (Inversion als Rezessionsindikator), Positionierungsrahmen (Steepener/Flattener).

Historisch guter, aber langsamer Indikator mit variabler Vorlaufzeit.

Inversion als Timing-Signal nutzen; der Vorlauf zur Rezession schwankte zwischen Monaten und Jahren.

92 · Zentralbankpolitik (QE/QT, Forward · 94 · Konjunkturzyklen & Rezessionsindik · 13 · Staatsanleihen (Bund, Treasuries)

92 · Zentralbankpolitik (QE/QT, Forward Guidance)

Unkonventionelle Instrumente; Anleihekäufe (QE), Bilanzabbau (QT), verbale Steuerung (Guidance).

Verständnis von Liquiditäts- und Laufzeitprämieneffekten auf alle Assets.

QE stützte Bewertungen breit; QT wirkt schleichend und schwer dosierbar.

Bilanzpolitik ignorieren und nur auf Leitzinsen schauen.

90 · Leitzinsen & Zinsentscheide · 91 · Zinsstrukturkurve (normal/flach/in

93 · Fed / EZB / BoJ / BoE im Vergleich

Unterschiedliche Mandate (Fed: dual, EZB: Preisstabilität), Zyklen und Kommunikationsstile.

Zinsdifferenzen = FX-Treiber; globale Liquidität als Summe der großen Bilanzen.

Divergenzphasen schaffen Trends (Carry, FX).

EZB-Politik als verspätete Fed-Kopie modellieren.

94 · Konjunkturzyklen & Rezessionsindikatoren

Abfolge Expansion-Boom-Abschwung-Rezession; Indikatoren: Kurveninversion, Sahm-Regel, Leading Indicators, Credit Spreads.

Ampelsystem für Risikoquote und Sektorrotation.

Kein Einzelindikator ist zuverlässig; Gesamtbild zählt; Zyklen sind unterschiedlich lang.

Die Rezession ausrufen, wenn ein Indikator anschlägt; und die Aktienmarkt-Erholung verpassen, die vor ihrem Ende beginnt.

91 · Zinsstrukturkurve (normal/flach/in · 37 · Zykliker vs. Defensive

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