Block B · Renten-Segmente
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Unabhängige Arbeitsunterlage von NadirAlpha. Genannte Produkt- und Funktionsnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Keine Anlageberatung.
Renten sind Fremdkapital; man leiht Geld gegen Zins und Rückzahlung; die Segmente unterscheiden sich nach Emittent (wer schuldet?), Struktur (wie wird gezahlt?), Laufzeit (wie lange?) und Bonität (wie sicher?).
13 · Staatsanleihen (Bund, Treasuries)
Anleihen souveräner Staaten in eigener Währung; Bundesanleihen und US-Treasuries sind die Referenz ("risikofreier" Zins) ihres Währungsraums.
Sicherheitsanker, Liquiditätsreserve, Collateral, präzise Duration-Steuerung des Portfolios.
Höchste Liquidität; Krisenschutz (Flucht in Qualität); kein Spreadrisiko.
Volles Zinsänderungsrisiko; negative Realrendite bei Inflation; Währungsrisiko bei Fremdwährungs-Staatsanleihen.
"risikofrei" mit "kursstabil" verwechseln; langlaufende Bunds verloren im Zinsanstieg 2022 über 20 %.
107 · Duration & Modified Duration · 27 · Langläufer (>10 Jahre) · 91 · Zinsstrukturkurve (normal/flach/in
14 · Supranationale (EIB, Weltbank)
Emittenten im Eigentum mehrerer Staaten bzw. mit Staatsgarantie; meist AAA/AA geratet.
Quasi-Staatsqualität mit kleinem Renditeaufschlag gegenüber Bund; großes Green-Bond-Angebot.
Spread-Pickup ohne nennenswert mehr Kreditrisiko; ESG-Auswahl.
Geringere Liquidität als Bund; Spreads können sich ausweiten.
Agency-Status ungeprüft mit expliziter Staatsgarantie gleichsetzen; die Haftungsformen unterscheiden sich.
15 · Unternehmensanleihen Investment Grade
Anleihen von Unternehmen mit Rating BBB-/Baa3 oder besser.
Kern-Renditebaustein defensiver Portfolios; planbare Erträge über Staatsanleihenniveau.
Spread über Staat; riesiges Universum für Diversifikation.
Spreadausweitung in Rezessionen; Downgrade-Risiko (Fallen Angels); Liquidität dünner in Stressphasen.
BBB-Klumpen übersehen; die unterste IG-Stufe stellt heute einen großen Teil des IG-Markts.
109 · Spread (G-Spread, Z-Spread, OAS) · 118 · S&P Global Ratings (Skala AAA-D) · 123 · Investment-Grade-Grenze (BBB-/Baa3
16 · High Yield (Hochzins)
Rating BB+/Ba1 und schlechter; höhere Kupons als Ausgleich für höhere Ausfallwahrscheinlichkeit.
Bewusste Renditebeimischung; teilweiser Aktienersatz mit definierterem Auszahlungsprofil.
Hohe laufende Rendite; kürzere Duration als IG.
Reale Ausfälle; hohe Korrelation zu Aktien im Crash; Illiquidität.
Die Rendite als sicher verbuchen; erwartete Verluste durch Ausfälle sind abzuziehen.
123 · Investment-Grade-Grenze (BBB-/Baa3 · 153 · Kreditrisiko-Parameter (PD, LGD, E
17 · Pfandbriefe/Covered Bonds
Bankanleihen mit doppelter Besicherung; Emittent haftet UND ein gesetzlich geschützter Deckungsstock (Hypotheken, öffentliche Kredite).
Konservativer Baustein knapp über Staatsanleihenrendite; regulatorisch privilegiert.
Sehr hohe Sicherheit (kein Pfandbriefausfall in DE seit über 100 Jahren); stabiler Markt.
Kleine Spreads; volles Zinsrisiko; Deckungsstockqualität international unterschiedlich.
Covered Bonds aller Länder als gleich sicher behandeln; die Rechtsrahmen unterscheiden sich.
18 · Bankanleihen (Senior Preferred/Non
18 · Bankanleihen (Senior Preferred/Non-Preferred)
Unbesicherte Bankschuldtitel; Senior Non-Preferred steht in der Haftungskaskade unter Senior Preferred und ist im Abwicklungsfall zürst bail-in-fähig.
Renditeaufschlag im Financials-Sektor; Kaskadenstufe passend zum Risikobudget wählen.
Spread-Pickup; große Auswahl.
Bail-in-Regime (BRRD); Sektorkonzentration; regulatorische Eingriffe.
SP und SNP verwechseln; gleicher Emittent, deutlich anderes Verlustrisiko im Abwicklungsfall.
19 · Nachranganleihen (Tier 2) · 20 · CoCos/AT1
19 · Nachranganleihen (Tier 2)
Nachrangiges Bankkapital mit meist fester Laufzeit; im Insolvenzfall erst nach allen Senior-Gläubigern bedient.
Höhere Rendite bei planbarer Fälligkeit; für risikotolerante Rentenquoten.
Deutlicher Spreadaufschlag.
Nachrang; überproportionale Kursverluste bei Bankenstress; Call-Unsicherheit.
Yield to Maturity statt Yield to Worst betrachten.
20 · CoCos/AT1 · 105 · Rendite auf Verfall (YTM) / Yield
20 · CoCos/AT1
Ewiges Bankkapital mit Kündigungsterminen; Kupons können ersatzlos entfallen, bei Unterschreiten von Kapitalquoten droht Abschreibung oder Zwangswandlung (Credit Suisse 2023: Totalabschreibung).
Nur für Profis mit klarem Risikoverständnis; Renditequelle mit aktienähnlichem Verlustpotenzial.
Sehr hohe Kupons.
Kuponausfall ohne Nachzahlung; Trigger-Verlust bis Totalverlust; Extension Risk (Call unterbleibt).
AT1 ins konservative Rentenbudget buchen.
19 · Nachranganleihen (Tier 2) · 18 · Bankanleihen (Senior Preferred/Non · 153 · Kreditrisiko-Parameter (PD, LGD, E
21 · Wandelanleihen (Convertibles)
Anleihe mit Recht auf Wandlung in Aktien des Emittenten; Kombination aus Bond und Aktien-Call-Option.
Asymmetrisches Profil; oben an Aktien partizipieren, unten Bond-Puffer ("Konvexität").
Aufwärtspartizipation mit Sicherheitsnetz.
Komplexe Bewertung; Puffer schwindet bei Bonitätsverschlechterung; niedrige Kupons.
Wandler nach Rendite screenen; entscheidend sind Delta, Wandlungsprämie und Bond Floor.
61 · Optionen (Call/Put, Grundlagen) · 108 · Konvexität
22 · Inflationsindexierte Anleihen (Linker)
Kupon und Rückzahlung an einen Verbraucherpreisindex gekoppelt; quotiert wird die Realrendite.
Kaufkraftschutz; Absicherung gegen UNERWARTET hohe Inflation; Realwert-Logik im Reporting.
Direkter Inflationsschutz; Diversifikation zu Nominalanleihen.
Realzinsanstieg drückt Kurse; unter Breakeven-Inflation schlechter als Nominalanleihe; Steuerkomplexität.
Linker schützen nur relativ zur bereits eingepreisten Inflationserwartung (Breakeven), nicht "immer".
80 · Inflation (CPI, HVPI, PCE, Kerninf · 92 · Zentralbankpolitik (QE/QT, Forward
23 · Floater (variabel verzinst)
Kupon = Referenzzins (3M-Euribor, ESTR ...) + fester Spread; Anpassung meist quartalsweise.
Zinsänderungsrisiko fast eliminieren; Kasse-Ersatz; Positionierung für steigende Zinsen.
Duration nahe null; Kupon steigt mit dem Geldmarkt.
Kupon fällt bei Zinssenkungen; Kreditspread-Risiko bleibt voll.
"kein Zinsrisiko" mit "kein Kursrisiko" gleichsetzen; Spreadausweitungen drücken auch Floater.
90 · Leitzinsen & Zinsentscheide · 109 · Spread (G-Spread, Z-Spread, OAS)
24 · Nullkuponanleihen (Zeros)
Keine laufenden Kupons; Kauf mit Abschlag, Rückzahlung zu 100; die gesamte Rendite steckt in der Kursdifferenz.
Punktgenaues Zielsparen (Betrag X zum Datum Y); maximale Zinssensitivität je Laufzeit für bewusste Zinswetten; Liability Matching.
Kein Wiederanlagerisiko der Kupons; klare Endwertplanung.
Höchste Duration ihrer Laufzeitklasse; ggf. laufende Besteuerung trotz fehlender Zahlungen.
Duration unterschätzen; ein 30J-Zero hat Duration ~30.
107 · Duration & Modified Duration · 195 · Zinseszins, Barwert & Endwert
25 · Kurzläufer (<3 Jahre)
Restlaufzeit unter drei Jahren; Duration ~0,5-2,5.
Liquiditätsreserve mit Rendite; Parkposition; Schutzquote bei erwartetem Zinsanstieg; Basis eines Bond-Ladders.
Geringe Kursschwankung; schnelle Wiederanlage zu neuen Zinsen.
Wiederanlagerisiko bei fallenden Zinsen; real teils unter Inflation.
Bei inverser Kurve dauerhaft "vorne parken" und die spätere Wiederanlage zu niedrigeren Zinsen ausblenden.
91 · Zinsstrukturkurve (normal/flach/in · 146 · Duration-Steuerung & Bond-Ladderin
26 · Mittlere Laufzeiten (3-7 Jahre)
Kernsegment der meisten Rentenportfolios; Duration ~2,5-6.
Bestes Verhältnis aus Rendite und Zinsrisiko; Roll-down-Effekt auf normaler Kurve (Anleihe "rutscht" die Kurve hinab und gewinnt).
Ausgewogenes Profil; liquideste Corporate-Segmente.
Weder maximaler Schutz noch maximale Zinschance; bewusster Mittelweg.
Roll-down auch bei flacher/inverser Kurve unterstellen; dann entfällt der Effekt.
91 · Zinsstrukturkurve (normal/flach/in · 107 · Duration & Modified Duration
27 · Langläufer (>10 Jahre)
Restlaufzeit ab zehn Jahren; Duration ~8 bis über 20.
Wette auf sinkende Zinsen (maximaler Kurshebel); Abdeckung langfristiger Verpflichtungen (Stiftungen, Versorgungszusagen).
Große Kursgewinne bei Zinssenkungen; langfristige Zinssicherung.
Massive Kursverluste bei Zinsanstieg; hohe Inflationssensitivität; Laufzeitprämie nicht garantiert.
Langläufer als "sichere" Dauerposition sehen statt als aktive Durationsentscheidung.
107 · Duration & Modified Duration · 92 · Zentralbankpolitik (QE/QT, Forward
28 · Perpetuals (ewige Anleihen)
Keine Endfälligkeit; Emittent hat Calls zu festen Terminen, oft mit Kupon-Reset danach.
Renditeaufschlag für Laufzeitunsicherheit; häufig Nachrang-/ Hybridbereich (Corporates, Banken).
Hohe laufende Verzinsung.
Extension Risk (Call unterbleibt, Kurs fällt); sehr hohe faktische Duration; oft Nachrang.
Den ersten Call-Termin als faktische Fälligkeit einplanen.
29 · MBS/ABS (Verbriefungen)
Zahlungen stammen aus einem Kreditpool (Hypotheken bei MBS, Konsum-/Leasingkredite bei ABS); Tranchierung nach Risiko.
Renditeaufschlag und Diversifikation; EU: v.a. STS-Verbriefungen, USA: Agency-MBS als liquider Standardmarkt.
Spread-Pickup; Besicherung durch reale Assets.
Prepayment-Risiko (negative Konvexität bei MBS); Komplexität; Stressliquidität.
US-Agency-Logik unbesehen auf europäische Verbriefungen übertragen.
30 · US-Municipals
Anleihen von US-Bundesstaaten/Kommunen; Zinsen für US-Steuerpflichtige häufig steuerbefreit.
Primär für US-Steuerzahler; für deutsche Anleger entfällt der Steuervorteil, meist unattraktiv.
Solide Bonität vieler Emittenten.
Steuerlogik greift für Nicht-US-Anleger nicht; Währungsrisiko; eigene Marktusancen.
Muni-Renditen ohne Steuereffekt mit steuerpflichtigen Renditen vergleichen.
31 · EM-Anleihen Hard Currency
Schwellenländer-Anleihen in USD/EUR; Rendite = Basiszins + Länderrisiko-Spread.
Renditebeimischung ohne direktes Währungsrisiko; Zugang zu Ländern mit schwachen Lokalmärkten.
Attraktiver Spread; breites Universum (Staaten + Unternehmen).
Ausfall-/Restrukturierungsrisiko (Bsp. Argentinien); Sensitivität zu US-Zinsen und Dollarstärke.
"keine Fremdwährung = wenig Risiko"; das Kreditrisiko ist der eigentliche Treiber.
32 · EM-Anleihen Local Currency
Schwellenländer-Anleihen in Landeswährung; Ertrag = lokaler Zins + Währungsbewegung.
Partizipation an hohen Lokalzinsen und möglicher Aufwertung; Diversifikation der Zinszyklen.
Hohe Nominalrenditen; unkorrelierte Zinszyklen.
Währungsverluste können den Zinsvorteil aufzehren; politische Risiken; Kapitalverkehrskontrollen.
Nominalrendite mit erwartetem Ertrag gleichsetzen; kurzfristig dominiert fast immer das FX-Risiko.
33 · Green/Social/Sustainability Bonds
Erlöse zweckgebunden für Umwelt-/Sozialprojekte (Use of Proceeds, ICMA-Prinzipien); das Kreditrisiko bleibt das des Emittenten.
ESG-Vorgaben im Mandat umsetzen; SFDR-Berichtsfähigkeit.
Gleiche Bonität wie konventionelle Anleihen des Emittenten; wachsender Markt.
"Greenium" (etwas niedrigere Rendite); Greenwashing-Debatte.
Green Bonds als kreditseitig sicherer einstufen; die Haftungsbasis ist identisch.
128 · ESG-Ratings (MSCI, Sustainalytics,
33a · Katastrophenanleihen (Cat Bonds / ILS)
Anleihen, mit denen Versicherer/Rückversicherer Naturkatastrophenrisiken (Hurrikan, Erdbeben, Flut) an den Kapitalmarkt auslagern; tritt das definierte Ereignis ein (Trigger), verlieren Anleger Kupon und/oder Nominal teilweise bis vollständig; das Kapital fließt dann an den Versicherer.
Renditequelle mit sehr geringer Korrelation zu Aktien- und Zinsmärkten (Naturereignisse folgen keinem Konjunkturzyklus); Diversifikationsbaustein, praktisch nur über Spezialfonds/ILS-Fonds sinnvoll zugänglich.
Hohe Kupons (Geldmarkt + Risikoprämie, meist Floater-Struktur, daher kaum Zinsrisiko); echte Diversifikation; kurze Laufzeiten (3-5 J).
Totalverlustrisiko bei Großereignis; Modellrisiko (Eintrittswahrscheinlichkeiten aus Katastrophenmodellen); Klimawandel kann historische Modelle entwerten; Sekundärmarkt eng.
"unkorreliert" mit "risikoarm" verwechseln; die Verlustverteilung ist extrem schief: viele gute Jahre, dann ein sehr schlechtes; Einzeltitel-Exposure statt breitem ILS-Portfolio.
160 · Tail Risk, Schiefe & Kurtosis (war · 117 · Korrelation & Diversifikationseffe