Block K · Portfolio & Strategie
‹ Finanzmarkt-Handbuch von NadirAlpha: Übersicht
Unabhängige Arbeitsunterlage von NadirAlpha. Genannte Produkt- und Funktionsnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Keine Anlageberatung.
Die Allokationsentscheidungen dieses Blocks bestimmen den Großteil des Anlageergebnisses; Titelauswahl und Timing sind nachgelagert; Disziplin schlägt Genialität.
141 · Strategische vs. taktische Asset Allocation (SAA/TAA)
SAA = langfristige Zielstruktur aus Zielen, Horizont und Risikotragfähigkeit; TAA = befristete Abweichung zur Nutzung von Marktchancen (in Bandbreiten).
SAA als Verfassung des Portfolios; TAA als geregelter Spielraum (z.B. Aktienquote 40-60 % um Ziel 50 %).
SAA erklärt empirisch den Löwenanteil der Ergebnisstreuung; TAA kann Mehrwert liefern.
TAA wird oft zu Market Timing ohne Regeln.
SAA in Stressphasen "anpassen"; das ist meist prozyklisches Timing im Kostüm der Strategie.
142 · Diversifikation & Klumpenrisiken · 143 · Rebalancing · 145 · Core-Satellite-Ansatz
142 · Diversifikation & Klumpenrisiken
Streuung über Titel, Sektoren, Länder, Währungen und Ertragsquellen; Klumpen = dominierende Einzelrisiken.
Das einzige "Free Lunch"; gleiches Ertragspotenzial bei geringerem Risiko.
Glättung; Schutz vor Einzeltitel-Katastrophen.
Scheindiversifikation (viele Titel, ein Faktor); Verwässerung bei Überdiversifikation.
Diversifikation in Titeln zählen statt in Risikofaktoren; 40 Tech-Aktien sind ein Klumpen.
143 · Rebalancing
Regelbasierte Rückführung der Gewichte auf die Zielstruktur (kalenderbasiert oder bei Bandbreitenbruch).
Risikokontrolle plus antizyklische Systematik (verkauft Gestiegenes, kauft Gefallenes).
Hält das Risikoprofil konstant; Disziplin-Automat.
Transaktionskosten/Steuern; in langen Trends leichte Renditebremse.
Rebalancing in der Krise aussetzen; genau dann wirkt es.
201 · Verlustaversion & Dispositionseffe · 205 · Gegenmaßnahmen: Anlagerichtlinien,
144 · Risikoprofile & Anlagerichtlinien
Schriftliche Fixierung von Zielen, Risikotoleranz, zulässigen Instrumenten, Quoten-Bandbreiten und Verantwortungen (Investment Policy Statement).
Verfassung für alle Beteiligten; Prüfmaßstab für jede Einzelentscheidung; im Family Office Governance-Kern.
Schutz vor Ad-hoc-Entscheidungen und Erben-Konflikten.
Veraltete Richtlinien; zu enge Korsette.
Richtlinien schreiben und nie reviewen; juährlicher Check gehört dazu.
145 · Core-Satellite-Ansatz
Großer, kosteneffizienter Kern (ETFs/Indexnah) plus kleine aktive Satelliten (Themen, Manager, Nischen).
Kostenkontrolle + gezielte Aktivität dort, wo sie Chancen hat.
Klare Kostenstruktur; messbare Satellitenbeiträge.
Satelliten wuchern; Kern und Satellit überlappen.
Satelliten nicht einzeln gegen den Kern messen.
146 · Duration-Steuerung & Bond-Laddering
Aktive Wahl der Portfolio-Duration (Zinsmeinung) bzw. Leiter gleichmäßig gestaffelter Fälligkeiten (Zinsagnostisch).
Ladder für planbare Liquidität und Durchschnittszinsen; Duration-Steuerung für bewusste Positionierung.
Ladder eliminiert Timing-Bedarf; Steuerung nutzt Zinszyklen.
Steuerung erfordert richtige Meinung; Ladder verzichtet auf Optimierung.
Implizite Duration-Wette halten, ohne sie als Entscheidung zu kennen; PORT zeigt die Zahl.
107 · Duration & Modified Duration · 25 · Kurzläufer (<3 Jahre) · 26 · Mittlere Laufzeiten (3-7 Jahre)
147 · Absicherungsstrategien (Hedging-Überblick)
Reduktion unerwünschter Risiken via Derivate (Puts, Futures, FX-Forwards), Quotensenkung oder Struktur (Puffer).
Drawdown-Begrenzung vor definierten Ereignissen; permanente Teilabsicherung für risikoaverse Mandate.
Zielprofil formbar.
Permanente Absicherung kostet renditewirksam (Prämien, Rollverluste); Timing-Illusion.
Dauerhafte Vollabsicherung; dann ist die Aktienquote schlicht zu hoch gewählt.
62 · Optionsstrategien (Covered Call, P · 163 · Absicherung mit Derivaten (Anwendu